Forschungspreis 2007



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich begrüße Sie herzlich.

Es ist mir eine Freude, dass ich in diesem Jahr erneut den Lupus-Forschungspreis übergeben darf und tue dies, wie bisher, sehr gern im Rahmen der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie. Ich betrachte das für mich als eine ehrenvolle Aufgabe.

Für uns als Selbsthilfegemeinschaft und Lupus Stiftung Deutschland, für die ich hier stehe, ist heute ein besonderer Tag:

Wir ehren jemanden für seine Gedanken, die er sich um Lupus macht und für seine Arbeiten, die er für die Lupus-Patienten gemacht hat.

Unser Preis hat das Ziel, dass sich mehr Ärzte und Wissenschaftler Gedanken um Lupus machen, dazu wollen wir Anregung und Inspiration sein.

Dass uns das gelingt, zeigen unsere diesjährigen Bewerber um den Lupus-Forschungspreis. Bei so vielen hervorragenden Arbeiten war es eine schwierige Entscheidung.

Ich möchte mich bei dieser Gelegenheit bei der Jury bedanken, die uns bei dieser Wahl so erfolgreich unterstützt hat.

Unsere Wahl ist auf Herrn Privat-Dozent Dr. Hans-Joachim Anders von der Medizinischen Poliklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München gefallen.

Als Rheumatologe und Nephrologe ist es fast natürlich, dass sein Forschungsgebiet die Nierenbeteiligung bei Lupus ist.

Mit dem Ziel, eine Basis für die notwendigen neuen Medikamente zu entwickeln, gilt sein Fokus dem Biomonitoring der autoimmunen Gewebsschädigung. Der Ansatz seines Teams ist dabei, dass die autoimmune Gewebeentzündung im Wesentlichen den Abwehrreaktionen ähnelt, mit denen das Immunsystem Krankheitserreger bekämpft. Ein Hinweis auf die Verwandtschaft dieser Reaktionen ist zum Beispiel, dass Infektionen Schübe eines Lupus auslösen können. Die Endeckung der Toll-like Rezeptoren, Rezeptoren zur Erkennung von Pathogenen hat diesem Ansatz Auftrieb gegeben. Herr Dr. Anders hat in einem Lupus Mausmodell Effekte der Toll-like Rezeptoren analysiert. Darüber hinaus hat er sich im gleichen Modell auch mit Chemokinen beschäftigt. Dabei hat er die Blockade des Chemokines MCP-1 als therapeutische Option für Lupus identifiziert.

Was für uns über die Publikation von Herrn Dr. Anders hinaus noch mehr Bedeutung hat, ist, dass er die Basis gelegt hat, sein Konzept auf den Menschen zu übertragen.

Wir wünschen Ihnen, Herr Dr. Anders und Ihrem Team dafür ganz eigennützig Erfolg!

Ich sage Ihnen zu dieser Auszeichnung meinen herzlichen Glückwunsch.

Karin Clement
Schirmherrin der Lupus Erythematodes Selbsthilfegemeinschaft e.V. und
Mitglied des Kuratoriums der Lupus-Stiftung Deutschland


Kurzvorstellung des ausgezeichneten Projektes

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